Wie NSHT arbeitet
Kein fester Ablauf – sondern eine Frage, die jede Sitzung neu beantwortet wird.

Wenn Menschen mich fragen, wie NSHT arbeitet, kann ich keine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben. Nicht weil ich es nicht erklären möchte – sondern weil es so nicht funktioniert.

NSHT beginnt nicht mit einem Plan. Sie beginnt mit einer Frage, die ich mir am Anfang jeder Sitzung stelle:

Wo stehst du gerade – und was brauchst du, um wieder ins Arbeiten zu kommen?

Die Antwort darauf entscheidet, womit wir arbeiten. Nicht ein festgelegtes Konzept.

Warum gibt es keinen fester Ablauf ?

Die meisten Therapieverfahren haben eine erkennbare Struktur: Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei. Das hat Vorteile – Vorhersehbarkeit, klare Erwartung.

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden – aus einem einfachen Grund: Du kommst nicht jede Woche im selben Zustand zur Sitzung.

In der einen Woche bist du vielleicht ruhig und reflektiert. In der nächsten innerlich aufgewühlt oder wie abgeschnitten von dir selbst. Ein festes Vorgehen würde diesen Unterschied ignorieren – und genau das möchte ich nicht.

Deshalb orientiert sich NSHT immer daran, wie es dir in diesem Moment tatsächlich geht.


→ Mehr über die Unterschiede zu anderen MethodenNSHT vs. andere Methoden

Wach oder Trance – eine Entscheidung im Moment

Ein Missverständnis, das ich häufig erlebe: Weil „Hypnotherapie“ im Namen steht, denken viele, jede Sitzung verläuft in Trance.

Das stimmt nicht. Grob geschätzt arbeite ich etwa zur Hälfte im normalen Wachzustand, zur Hälfte im hypnotischen Trancezustand. Was zum Einsatz kommt, hängt vom Moment ab – nicht von einem Plan.

Im Wachzustand sprechen wir, ordnen ein, verstehen Zusammenhänge – ganz normales Gespräch.

In Trance gehen wir dorthin, wo Worte allein nicht hinreichen:

Trance ist also kein Ziel für sich. Sie ist ein Werkzeug, das ich einsetze, wenn der Wachzustand nicht ausreicht.

Womit ich in einer Sitzung konkret arbeite

Je nachdem, was du gerade brauchst, kommen unterschiedliche Wege zum Einsatz:

Erstmal ankommen und zur Ruhe finden Fast immer der Ausgangspunkt – denn bevor wir an einem Thema arbeiten können, muss erst ein Stück innere Sicherheit da sein.

Mit dem arbeiten, was innerlich gerade widersprüchlich ist Wenn ein Teil von dir etwas will und ein anderer dagegenhält, sprechen wir das direkt an – nicht um etwas zu bekämpfen, sondern um zu verstehen, was beide Seiten brauchen.

In Trance gehen Wenn ein tieferer Zugang gebraucht wird – zu einer Erinnerung, zu einem Gefühl, oder um dir Sicherheit zu geben, wenn gerade zu viel auf einmal da ist.

Reden und einordnen Verstehen, was in der Sitzung passiert ist – und wie du es mit in deinen Alltag nehmen kannst.

Keiner dieser Wege steht für sich. Sie werden im Moment kombiniert – je nachdem, wo du gerade stehst.


Hier findest du die Anwendungsgebiete der NSHT

Ein Beispiel für den Unterschied

Zwei Menschen kommen mit demselben Thema – sagen wir, anhaltende innere Anspannung.

Die eine Person ist an diesem Tag ruhig und reflektiert. Wir können direkt damit arbeiten, was hinter der Anspannung steckt – vielleicht in Trance, vielleicht im Gespräch, je nachdem was sich gerade anbietet.

Die andere Person kommt aufgewühlt, fast in Alarmstimmung. Hier wäre es zu viel, direkt inhaltlich weiterzugehen. Die Sitzung beginnt stattdessen damit, erstmal wieder zur Ruhe zu kommen. Erst danach wird inhaltliche Arbeit überhaupt möglich.

Beide Sitzungen sind NSHT. Beide sehen unterschiedlich aus. Das ist kein Mangel an Struktur – das ist die Struktur.

Was über alle Sitzungen hinweg gleich bleibt

Auch wenn der konkrete Weg sich unterscheidet, gibt es etwas, das immer gleich bleibt:

  • Der Ausgangspunkt ist immer, wie es dir gerade tatsächlich geht – nie ein vorgefertigter Plan
  • Bevor es tiefer geht, sorgen wir erst dafür, dass du dich sicher genug fühlst
  • Innere Widersprüche und Schutzmechanismen werden gewürdigt, nicht bekämpft
  • Du bleibst in Trance jederzeit ansprechbar und in Kontrolle
  • Es gibt keinen Zwang zur Konfrontation – die Arbeit folgt deinem Tempo

Häufige Fragen zur Arbeitsweise

Nein. Das einzuschätzen ist meine Aufgabe als Therapeut. Du musst nichts mitbringen außer dir selbst, so wie du gerade bist.

Ja, im Rahmen dessen was sinnvoll ist. Wenn du Vorbehalte gegenüber Trance hast, sprechen wir das offen an — und arbeiten zunächst im Wachzustand.

Nein. Die Flexibilität folgt einer klaren inneren Logik – sie ist kein Zufallsprinzip, sondern eine bewusste Anpassung an das, was du gerade brauchst.

Das hängt vom Thema und vom Tag ab – manche Anliegen lassen sich fokussiert bearbeiten, andere brauchen mehr Raum. Genaue Rahmenbedingungen klären wir im Erstgespräch.

Wenn du verstehen möchtest, wie diese Arbeitsweise konkret für dein Anliegen aussehen könnte – das ist genau die richtige Frage für ein erstes Gespräch.

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Das Modell verstehen: Die NSPD

Was ist NSHT?